Rückblick auf den 89. Landesparteitag der FDP Bayern
Am vergangenen Wochenende, am 18. und 19. April 2026, fand der 89. ordentliche Parteitag der FDP Bayern statt. Die Nachwahl des Landesvorsitzenden standen dabei am Samstag im Zentrum des Parteitags. Dabei wurde Matthias FISCHBACH zum neuen Vorsitzenden der Freien Demokraten in Bayern gewählt. Er konnte sich in der Stichwahl gegen Moritz Fingerle durchsetzen. Zuvor hatten auch Hans-Peter Posch und Aljoscha Lubos sich um das Amt beworben. Nötig wurde die Nachwahl, da Michael Ruoff aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.
Neuer Generalsekretär der bayerischen Liberalen ist Daniel Kuhagen. Karl Schenk Graf von Stauffenberg folgt Matthias Fischbach als Stellvertretender Vorsitzender nach. Die Pressemitteilung nach der Wahl finden Sie auch hier nochmals.
Am Sonntag stand dann die inhaltliche Debatte im Vordergrund. Der Leitantrag des Landesvorstands "Mit liberalem Kompass durch turbulente Zeiten" finden sie hier.
Der Leitantrag geht dabei auf drei wichtige Themen ein: Zum einen KI als Zukunftsmotor auch für die Wirtschaft in Deutschland und Europa und welche Rahmenbedingungen sich ändern müssen, damit das gelingen kann. Zum anderen wie eine Bildungspolitik der Zukunft - gerade im Hinblick auf eine sich ständig wandelnde (digitale) Welt - gelingen kann. Und schließlich wie wir die FDP so gestalten können, dass sie wieder diese Partei wird, die die wichtigen Themen voranbringen kann.
Dazu Matthias Fischbach, Landesvorsitzender der FDP Bayern: "Wir müssen KI in Deutschland und Europa stärker als Chance denn nur als Risiko begreifen. Gerade warnt die Wirtschaft mal wieder vor zu viel Regulierung in diesem Bereich - ganz konkret Siemens, Deutschlands größter DAX-Konzern mit Sitz in Bayern. Bayern muss den Druck in Brüssel erhöhen, der AI-Act kann so nicht bleiben! Für uns ist aber auch klar, das wir die Rahmenbedingungen auch in Bayern dafür ändern müssen. Das gilt insbesondere für die Energiekosten und -sicherheit. Hier wollen wir neue Wege in der Energieversorgung gehen und kleine, modulare Kernkraftwerke der neuesten Generation zulassen."
Darüber hinaus hat der Landesparteitag sich auch mit strukturellen Fragen der innerverbandlichen Finanzierung beschäftigt. Die Delegierten sind hier mit breiter Mehrheit dem Vorschlag des Landesvorstands gefolgt, die Umlage für den Landesverband zu erhöhen.
Fischbach erklärt dazu: "Damit haben wir bereits jetzt den ersten Schritt für einen erfolgreichen Landtagswahlkampf 2028 gemacht. Wir haben nun die nötige finanzielle Grundlage um unsere Kampagnenfähigkeit zu erhöhen und auch aus der APO wahrnehmbar zu werden. Ich freue mich, dass die Partei auch zu solchen schwierigen Entscheidungen in der Lage ist. Die Partei fordert nicht nur Reformen - sie arbeitet auch an sich selbst! Das stimmt mich positiv, dass wir auch weitere Schritte bis zum Wiedereinzug ins Maximilianeum gehen werden. Dieses Jahr beginnt das Comeback der FDP."