RUOFF: „Bayern braucht Bagger statt Blockaden“
München, 26. Februar 2026 – Laut aktuellem Bayerntrend von BR24 mit Infratest dimap sind 73 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Oberbayern mit bezahlbarem Wohnraum und den Mieten unzufrieden. Die FDP Bayern sieht darin ein klares Urteil über die Wohnungspolitik des Freistaats.
Dr. Michael Ruoff, Landesvorsitzender der FDP Bayern, erklärt: „73 Prozent Unzufriedenheit sind ein politischer Offenbarungseid. Die Staatsregierung kündigt selbst jedes Jahr 70.000 neue Wohnungen an – und verfehlt dieses Ziel regelmäßig. Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander.
Warum? Weil der Staat das Bauen immer weiter verteuert und verzögert. Zu viele Vorschriften, immer neue Auflagen, jahrelange Genehmigungsverfahren. Wer bauen will, kämpft erst gegen Formulare – und zahlt am Ende die Rechnung. Wenn das Angebot nicht mit der Nachfrage Schritt hält, steigen die Mieten. Das ist Marktmechanik. Wer Knappheit politisch organisiert, organisiert steigende Preise gleich mit.
Die Menschen dürfen nicht das Gefühl haben, für ein Dach über dem Kopf ihr halbes Leben verpfänden zu müssen. Wohnraum entsteht nicht durch Appelle, sondern durch Angebot. Bayern braucht Bagger statt Blockaden.“
Auch in München spitzt sich die Lage weiter zu, betont Prof. Jörg Hoffmann, FDP-Stadtrat: „Wenn wir Wohnraum für jeden Geldbeutel wollen, müssen wir bauen, bauen, bauen – schneller, einfacher, günstiger. Neue Auflagen verteuern jegliches Bauen, lange Genehmigungsverfahren führen zu weniger Anträgen, das Chaos bei der Münchner Wohnen schneidet in den sozialen Wohnungsbau unnötig ein. Politik verwaltet seit Jahren den Mangel, statt ihn zu beseitigen. Mit der SoBon von 2021 hat die Landeshauptstadt den Neubau zusätzlich erschwert, eine Rückkehr zur 2017er SoBon würde der Bauwirtschaft die nötige Luft geben, um schnell Wohnraum zu schaffen. Wir brauchen weniger Bürokratie, beschleunigte Genehmigungen, mehr Flächen und Aufstockungen! Sonst verliert unsere Stadt an Lebensqualität.“
Die FDP Bayern fordert:
- Entbürokratisieren: Vorschriften entrümpeln, BayBO entschlacken, Nachverdichtung erleichtern.
- Vereinfachen: Baugenehmigungen beschleunigen, Anforderungen neu bewerten.
- Digitalisieren: Planungs- und Genehmigungsverfahren digital und effizient gestalten.
- Vergünstigen: Bau- und Kaufnebenkosten senken, um Eigentum wieder erreichbar zu machen. Die Grunderwerbsteuer auf private Wohn-Immobilien abschaffen!
- Reformieren: Der Staat soll Dienstleister sein – kein überforderter Unternehmer auf dem Wohnungsmarkt.
Ruoff abschließend: „Wer den Wohnungsmarkt beruhigen will, muss das Angebot ausweiten. Alles andere bleibt Symbolpolitik. Bayern braucht Tempo – sonst ziehen Leistungsträger weg und Familien finden keinen Platz mehr in der Heimat.