Politischer Aschermittwoch – Zitate
Die FDP Bayern hat heute ihren Politischen Aschermittwoch in Dingolfing veranstaltet. Neben der Hauptrednerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Spitzenkandidatin zur Europawahl und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestags) haben Martin Hagen (bayerischer Landesvorsitzender), Phil Hackemann (bayerischer Spitzenkandidat zur Europawahl) und Nicole Bauer (niederbayerische Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete) gesprochen.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann über Hubert Aiwanger
„So viel Dreck am Stecken, wie der Aiwanger hat, so viele Geschwister kann man ja gar nicht haben. Immer, wenn es hart auf hart kommt, ist dem Hubert sein eigenes Handeln nicht mehr erinnerlich. Ich kann's verstehen, mir wäre es auch peinlich. Ich meine, eine Politik, die nur aus Vorurteile schüren, Plärren und Lügen besteht – da wird einem ja ganz schwindelig. Was mich aber wirklich betroffen macht: Die Wähler vom Hubert wissen das Hetzen auch noch zu schätzen.“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann über Markus Söder
„Der Söder Markus, der Meister der Symbolpolitik. Die Reinkarnation des Opportunismus. Heute so, morgen so. Dass der keinen Genickbruch von den ganzen Wortbrüchen und Positionswechseln bekommt – faszinierend. Ob er mit seiner Wendehalsigkeit dabei wirklich die großen Probleme Bayerns gelöst hat? Nun, das bleibt wohl so mysteriös wie die Frage nach dem Geheimnis seiner Haartolle. An Karneval geht er jetzt als Bismarck. Bismarck-Hering wäre passender. Glitschig und schwer zu fassen.“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann über Friedrich Merz
„Aber zurück zur Flucht aus der Verantwortung. Das kennt der Friedrich Merz ja aus der Merkel-Ära. Aber jetzt ist er ja zum Glück wieder da. Der stramme Hoffnungsträger. Der Friedrich. Wissen Sie, ich darf da seit Aachen ja nicht mehr so viel sagen. Sonst erwarten die Berliner noch, dass man sich für einen Politischen Aschermittwoch entschuldigt. Und wer will schon jemanden angreifen, nur weil er als Oppositionsführer sein Temperament nicht unter Kontrolle hat, grundsätzlich leicht mimosig daherkommt und den Charme einer Sauerländer Eiche versprüht. Das will doch niemand. Deshalb lass ich's lieber. Und entschuldige mich schonmal – sicherheitshalber.“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann über Kooperation mit der AfD
„Wir haben die rechtsextremen bis rechtspopulistischen Kollegen der AfD um den Ministerpräsidenten der braunen Herzen, Bernd das Brot... ähm Höcke. Mit der bösen Stiefmutter Alice Krawall Weidel. Bei so viel Hass, so viel Hetze, so viel Unfähigkeit und brauner Soße fallen einem kaum noch Witze ein. Manche sagen ja, sollen die halt einmal in Verantwortung kommen, dann würde man sie schon einnorden. Hervorragende Idee. Wer erinnert sich nicht, das war schon früher ein Erfolgsrezept. Wahl 1932 – die NSDAP hatte verloren. Januar 1933 – Hitler wurde Reichskanzler. Februar 1933 – der Reichstag brannte. März 1933 – Ermächtigungsgesetz, Ende der Demokratie. Ja, liebe Freunde, eine tolle Idee, die Faschisten zu domestizieren. Ein sicheres Erfolgsmodell.“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann über Grüne und Schwarz-Grün
„Letztes Jahr noch erklärte Merz die Grünen zum Weltuntergang. Jetzt setzt er wieder auf Schwarz-Grün. Also Stand heute. Das kann sich ja sekündlich ändern. Und um ihm entgegenzukommen, hat unsere Außenministerin zwischen all den Krisen noch die Zeit gefunden, die FDP als unverantwortlich zu deklarieren. Wegen des Lieferkettengesetzes. Obwohl sie noch nicht mal die Lieferketten zur Reparatur für ihre eigenen Regierungsflieger gewuppt bekommt. Aber man muss fair sein: Woher soll sie auch wissen, dass die FDP mit SPD und den GRÜNEN noch Ende letzten Jahres ihre Bedenken in Europa gemeinsam angemeldet hat. Für den schnellen PR-Stunt tun unsere grünen Erklärbären ja schließlich alles.“
Martin Hagen über das Bündnis Sahra Wagenknecht
„Sahra Wagenknechts neue Partei heißt BSW – phonetische Ähnlichkeiten mit einer hirnerweichenden Rinderseuche sind natürlich rein zufällig. Wagenknecht ist wirtschafts- und sozialpolitisch knallinks, in kulturellen und gesellschaftspolitischen Fragen aber konservativ. Sozusagen ‚Sozialismus ohne Gendersternchen‘. Aber ob woke oder nicht woke, Sozialismus ist immer Mist!“
Martin Hagen über rot-grüne Schuldenpolitik
„350 Milliarden Euro Steuereinnahmen und trotzdem wollen SPD und Grüne mehr Schulden machen. Mich erinnert das ein bisschen an Boris Becker. Der hat während seiner Karriere 120 Millionen Euro verdient und stand am Ende trotzdem mit fast 60 Millionen Euro Schulden da. Aber neben Habeck, Heil & Co. wirkt Boris Becker wie eine grundsolide schwäbische Hausfrau.“
Martin Hagen über jungsozialistische Kritik am FDP-Lieferkettengesetz-Veto
„Der Juso-Vorsitzende hat uns wegen unseres Vetos beim Lieferkettengesetz letzte Woche als „neoliberal verbohrte Dickköpfe“ bezeichnet. Ich sage: Lieber ein neoliberaler Dickkopf als ein sozialistischer Dummkopf!“
Martin Hagen über Hubert Aiwanger
„Hubert Aiwanger fliegt aus dem Senat der Max-Planck-Gesellschaft, weil er fünf Jahre lang jede Sitzung geschwänzt hat. Vielleicht hätte die Max-Planck-Gesellschaft ein paar hupende Trecker und ein Anti-Ampel-Transparent vor ihren Sitzungssaal stellen sollen.“
Phil Hackemann über Ursula von der Leyen
„Aus ihrer Feder stammen Überwachungsfantasien wie die Chatkontrolle, mit der der Staat unsere privatesten Nachrichten überprüfen könnte. Damit macht sie ihrem Spitznamen Zensursula wieder alle Ehre.“
Phil Hackemann über die Grünen
„Der Kreisverband Berlin-Lichtenberg hat unter den ersten 20 Plätzen der grünen Europaliste mehr Kandidaten als der Landesverband Bayern. Da sieht man, woher der Wind bei den Grünen weht – und vielleicht erklärt es auch die ein oder andere ihrer weltfremden Forderungen in der Ampel.“
Phil Hackemann über die Freien Wähler
„Die Freien Wähler haben ihre bisherige bayerische Europaabgeordnete Ulrike Müller jetzt doch lieber in den Landtag geschickt. Das passt ja auch zur Wirtschaftspolitik Hubert Aiwangers, die nicht über den bayerischen Tellerrand hinausschaut.“
Nicole Bauer über die KI-Offensive der bayerischen Staatsregierung
„Wie gut, dass der Freistaat jetzt in eine KI-Offensive investiert: ‚BayernGPT‘. Die erzählt dann vielleicht auch nicht mehr den typisch selbstherrlichen Käse, den wir von den CSU gewohnt sind. Mehr noch: Wenn die natürliche Intelligenz der CSUler nicht reicht, kann sie kurzerhand durch die künstliche ersetzt werden.“
Nicole Bauer über Friedrich Merz
„Der hat nach seinen verbalen Rundumschlägen gegen die Ampel jetzt doch zu erkennen gegeben, dass er mit jeder von diesen Parteien eine Koalition eingehen würde. Frei nach Konrad Adenauer: ‚Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?‘ Hauptsache, er wird Kanzler.“
Nicole Bauer über das Bündnis Sahra Wagenknecht
„Bündnis Sahra Wagenknecht ist eigentlich der falsche Name, es müsste Bündnis Putinknecht heißen. Die Putinknechtpartei verachtet die EU, will mit Öl aus Russland Putins Kriegskasse füllen. Kurzum, wenn sie regiert, schickt Putin bald Liebesgrüße aus Moskau. Auch wenn heute Valentinstag ist, auf Liebesbriefe aus dem Kreml kann ich gut verzichten.“
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