Christoph Skutella tritt als Generalsekretär der FDP Bayern zurück
Christoph Skutella hat angekündigt vom Amt des Generalsekretärs der FDP Bayern zurückzutreten.
Christoph Skutella erklärt dazu:
"Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, mein Amt als Generalsekretär der FDP Bayern niederzulegen.
In den vergangenen Wochen ist mir bewusst geworden, dass ich meinen eigenen Ansprüchen an Engagement und Einsatz für unsere Partei derzeit nicht gerecht werden kann. Gestiegene berufliche Verantwortung, die Freude über die Geburt unseres zweiten Kindes, aber vor allem längerfristige gesundheitliche Einschränkungen lassen es aktuell nicht zu, die Aufgaben des Generalsekretärs mit der nötigen Kraft und Aufmerksamkeit auszuüben.
Gerade in der aktuellen Situation braucht die FDP Bayern einen Generalsekretär, ein Amt das bei der FDP ein Ehrenamt ist, der sich mit voller Energie den zahlreichen innerparteilichen organisatorischen und politischen Prozessen widmen kann. Dies ist mir im Moment leider nicht möglich.
Ich blicke mit großem Dank auf die vergangenen drei Jahre als Generalsekretär zurück. Mein besonderer Dank gilt dem Präsidium und dem Landesvorstand für die durchweg vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Besonderen bedanke ich mich herzlich bei Michael Ruoff und seinen Vorgängern im Amt der Landesvorsitzenden, Katja Hessel und Martin Hagen. Ebenso danke ich den Mitgliedern der FDP Bayern, die mir zweimal mit einem sehr guten Ergebnis ihr Vertrauen geschenkt haben.
Ein herzliches Dankeschön geht auch an meine Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, an Freundinnen und Freunde sowie an die Landesgeschäftsstelle unter der Leitung von Hauptgeschäftsführer Felix Meyer – für die intensive, engagierte und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung, populistischer Vereinfachung und globaler Unsicherheiten wird deutlich, wie unverzichtbar eine starke liberale Stimme ist. Unsere Werte zu verteidigen und mit Leben zu füllen, bleibt eine zentrale Aufgabe – für uns Liberale, aber auch für die demokratische Mitte insgesamt. Doch Liberalismus ist mehr als nur eine politische Haltung – er ist zutiefst humanistisch. Er vertraut auf den Menschen, auf seine Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, Mitgefühl zu zeigen und im Dialog Lösungen zu finden. In einer Welt, die oft laut, hart und konfrontativ geworden ist, brauchen wir diesen Geist der Menschlichkeit und des gegenseitigen Respekts mehr denn je.
Ich werde der FDP und unseren Werten weiterhin verbunden bleiben, kommunalpolitisch aktiv bleiben und meine Partei überall dort unterstützen, wo es mir möglich ist. Jetzt ist jedoch der Moment gekommen, einen Schritt zurückzutreten – um Kraft zu sammeln, für Familie und Gesundheit.
Es lebe die Freiheit!"