Fachkraftstellen für Frauenhäuser erhöhen – Sozialministerium muss nachbessern
Die FDP Bayern fordert:
- Eine ausreichende Finanzierung der Frauenhäuser durch alle politischen Ebenen bestehend aus Bund, Bundesländer, Landkreise und kreisfreie Städte sicherzustellen.
- Erhöhung der Fachkraftstellen für Beratung und Betreuung schutzsuchender Frauen in ganz Bayern von aktuell 1,5 Stellen auf mindestens 3 Stellen.
- Den Bedarf an Männerhäusern in den einzelnen Bundesländern zu erörtern.
- Ein ganzheitliches Konzept, das insbesondere die Präventionsarbeit als wesentlichen Bestandteil umfasst und eine bessere Koordinierung der beteiligten Akteure beinhaltet. Projektarbeit, z.B. an Schulen, kann oftmals aufgedeckte Fälle häuslicher Gewalt nicht weiter verfolgen, da die Vernetzung zur Beratungsstelle und/oder eine Finanzierung unzureichend vorhanden sind.
- Flächendeckenden Ausbau der anonymen, bzw. anzeigeunabhängigen Spurensicherung. Bisher gibt nur einzelne Modellprojekte, wie die „Gewaltschutzambulanz“ der Charité Berlin oder die Münchner Ambulanz für Gewaltopfer der Ludwig-Maximilians-Universität.
- Das Beratungsangebot für erwachsene Menschen muss auch minderjährige Studierende und Arbeitnehmende abdecken, um die Lücke zwischen Familienberatung und Erwachsenenberatung zu schließen, wie dies z. B. in München der Fall ist.