KLEIN: Vertagung der Entscheidung über die Modellregionen ist enttäuschend – mehr Impftempo ist überfällig

München, 30. März 2021. Die Entscheidung auf dem bayerischen Impfgipfel, das Projekt der Modellregionen für Corona-Öffnungen auf kommende Woche zu vertagen, ist für den stellvertretenden FDP-Bayern-Chef und Vorsitzenden der bayerischen FDP-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Karsten Klein, nicht nachvollziehbar:

„Den Schwerpunkt des heutigen Treffens auf die längst überfällige Frage zu legen, wie das Impftempo in Bayern endlich signifikant gesteigert werden kann, war richtig. Heute sind nach den offiziellen Zahlen 2,5 Millionen Impfdosen geliefert und lediglich 2,18 Millionen Impfdosen verabreicht. Ministerpräsident Söder und die Staatsregierung sind hier in der Pflicht zu liefern. Wir brauchen endlich mehr Tempo beim Impfen. Dies trägt dazu bei, wieder mehr Freiheiten zu ermöglichen.

Es gibt daher keinen Grund, die für diese Woche angekündigte Auswahl von Modellregionen für Corona-Öffnungen zu verschieben und unter Vorbehalt zu stellen. Unzählige Bürgermeister und Landräte stehen nach der Ankündigung der Staatsregierung in den Startlöchern und werden nun zurückgerufen. Mit Schnell- und Selbsttests, klugen Hygienekonzepten und dem tagesaktuellen Blick auf Fallzahlen und Krankenhausbelegungen kann vor Ort verantwortungsvoll angepasst gehandelt werden.

Als Freie Demokraten fordern wir bereits seit Monaten solche lokal angepasste Corona-Strategien. Die Bewerbung von über 80 Kommunen für das Projekt der Modellregionen hat gezeigt, dass die Verantwortlichen vor Ort dafür bereit sind. Die Kommunen wollen Verantwortung übernehmen – ein Engagement, das die Staatsregierung scheinbar überrascht hat. Offenbar ist das Interesse an echten Öffnungsperspektiven in der Staatskanzlei doch gering. Die Auswahlkriterien im Nachgang auf große Kreisstädte und kreisfreie Städte bis 100.000 Einwohner zu beschränken ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Das Projekt muss unabhängig von der Einwohnerzahl sein und nicht zahlenmäßig beschränkt. Kommunen, die wollen, müssen auch dürfen.“

Pressefoto Karsten Klein


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