Föst fordert Test-Strategie für Schulen

München, 22. November 2020. Bayerns Staatsregierung hält grundsätzlich an Präsenzunterricht in Schulen fest. Auch FDP-Bayern-Chef Daniel Föst begrüßt offene Schulen, fordert jedoch mehr Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen. Dies sei gerade angesichts des steigenden Infektionsgeschehens ein „Gebot der Stunde“. Dazu Föst:

„Die Schulen sollen geöffnet bleiben – das beteuert Ministerpräsident Söder immer wieder. Das ist richtig so. Nur tut die Staatsregierung seit Monaten nichts dafür, dass die Schüler und Lehrer auch bestmöglich geschützt werden. Masken und Stoßlüften ist schön und gut – aber nur eine Minimallösung.

Wer offene Schulen will, muss für nachhaltige Sicherheit sorgen. Dazu gehört auch eine Test-Strategie an Schulen. Reihentestungen für Lehrkräfte müssen fortgesetzt werden und auch für Schüler braucht es endlich ein praktikables Test-Konzept, das sich leicht in den Unterricht integrieren lässt. Je früher wir Infektionsketten in Schulen unterbrechen, umso höher ist die Chance, dass Schulen und Klassen offen bleiben können.“

Bildungseinrichtungen machen es bereits mit eigenen Initiativen vor. So hat erst kürzlich eine Privatschule in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen ein Zeit- und Testkapazitäten schonendes Konzept erfolgreich umgesetzt (die Süddeutsche Zeitung berichtete). Corona-Ausbrüche könnten damit rechtzeitig erkannt, Schul- und Klassenschließungen verhindert werden.

Für Föst ist nun die Staatsregierung, allen voran das Gesundheits- und Kultusministerium, gefordert:

„Sich allein auf die Initiative von privaten Akteuren zu verlassen, ist fahrlässig. Das ist Aufgabe des Staates. Gesundheitsministerin Huml und Kultusminister Piazolo müssen rasch ein entsprechendes Test-Konzept für Bayerns Schulen vorlegen und dabei auch die Erfahrung von Best-Practice-Beispielen miteinbeziehen. Gute Konzepte dürfen nicht an bürokratischen Auflagen scheitern, wie wir das beim Förderprogramm für Raumluftreiniger beobachten mussten. Für offene Schulen braucht es jetzt beherztes Handeln, bloße Lippenbekenntnisse sind zu wenig.“


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