Virtueller Landesparteitag „Let’s debate“

Vergangenen Samstag fand der dritte virtuelle Landesparteitag der FDP Bayern statt. Unter dem Motto „vLPT 1.1 – Let’s debate“ standen diesmal inhaltliche Debatten im Vordergrund. Bayerns FDP-Chef Daniel Föst sparte in seiner Eröffnungsrede dennoch nicht mit Kritik am Krisenmanagement der Regierung: „Ich werde zunehmend wütend, wie der Großteil der Bevölkerung. Die Regierung rennt von Desaster zu Desaster – strategisch, organisatorisch und moralisch“, zog Föst ernüchtert Bilanz, und warnte: „Wenn wir die Menschen im Kampf gegen Corona verlieren, dann verlieren wir am Ende den Kampf gegen Corona.“

Eine breite Debatte auch abseits von Corona-Themen hatten sich Bayerns Liberale bei ihrem dritten virtuellen Landesparteitag vorgenommen, und die eingereichten Anträge, die die rund 250 Delegierten berieten, spiegelten diese durchaus wieder. „Ich will mich gar nicht lange mit Korruptionsaffären anderer Parteien aufhalten. Während sich andere politische Mitbewerber mit sich selbst beschäftigen, beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir eine bessere Zukunft für uns und unsere Kinder gestalten können“, zeigte sich Föst über die thematische Vielfalt des Parteitages erfreut.

Verabschiedet wurden auf dem Parteitag unter anderem Maßnahmen für eine einheitliche digitale Bildungsinfrastruktur. Neben einem Breitband-Internetanschluss für jeden Arbeitsplatz in der Schule fordern die Liberalen auch digitale Endgeräte für Lehrer und Schüler sowie eine funktionierende Lernplattform für den digital unterstützten Unterricht. „Wir wollen damit erreichen, dass jeder Schüler/-in in Deutschland -unabhängig von seinem/ihrem sozialen Status, Herkunft oder Wohnort die gleichen Chancen auf den Zugang zu weltbester Bildung bekommen kann“, heißt es in dem Antrag. Zudem fassten Bayerns Freie Demokraten Beschlüsse für eine bessere Unterstützung mittelständischer Unternehmen in Krisenzeiten, eine Ausweitung der EU-Sanktionen und -maßnahmen gegen China, sowie eine vorausschauende Politik in der Generationengerechtigkeit, der psychiatrischen Versorgung und bei der Impfstrategie.

Ein besonderer Anlass zur Freude war der Eintritt des 7.000sten Mitglieds in die FDP Bayern – damit ist die liberale Familie im Freistaat so groß wie sei 42 Jahren nicht mehr. „Immer mehr Menschen haben genug vom ‚Weiter so‘ der Regierung und finden ihre politische Heimat bei den Freien Demokraten. Das stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Herausforderungen“, zeigte sich Landeschef Daniel Föst optimistisch, auch im Hinblick auf die Bundestagswahl im Herbst: „Deutschland braucht einen Neustart. Statt deutscher Angst, etwas falsch zu machen, ist jetzt German Mut gefragt – ich bin stolz, Freier Demokraten zu sein!“

BR-Beitrag mit Interview Daniel Föst (ab Min.: 06:11)

 


Neueste Nachrichten

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Datenschutzhinweise

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close