Trennungskinder: FDP für Wechselmodell als Regelfall

father-656734_960_720Die bayerische FDP will den Aufenthalt minderjähriger Kinder nach der Trennung der Eltern neu regeln. Das so genannte Wechselmodell („Paritätische Doppelresidenz“) soll zum Regelfall werden – das beschlossen die Freien Demokraten auf ihrem Landesparteitag.

„Kinder haben grundsätzlich das Recht auf beide Eltern“, erklärte Generalsekretär Daniel Föst – dies gelte insbesondere auch für den Fall einer Trennung. Daher fordern die Freien Demokraten die gesetzliche Verankerung der Paritätischen Doppelresidenz als Regelfall. Sofern es im Einzelfall nicht dem Kindeswohl widerspricht, sollen beide Elternteile dem Kind ein Zuhause bieten, in dem es sich abwechselnd aufhält.

„Der gesellschaftliche Wandel hat zu einer neuen Rollenverteilung zwischen Müttern und Vätern geführt“, so Föst. „Väter übernehmen zunehmend auch Verantwortung in der Kindererziehung, Mütter sind häufiger berufstätig. Unser Familienrecht basiert aber noch auf der Annahme ‚Einer betreut – der andere zahlt‘. Das ist nicht zeitgemäß.“

In vielen Ländern ist die gemeinsame Elternschaft nach einer Trennung bereits Standard. Dort wurde nachgewiesen, dass es Kindern nach einer Trennung bei Betreuung durch beide Eltern meistens besser geht als im bisher üblichen „Residenzmodell“, bei dem nur ein Elternteil die Kinder betreut und dem anderen lediglich ein Besuchs- oder Umgangsrecht eingeräumt wird. Aus diesem Grund hat sich letztes Jahr auch die parlamentarische Versammlung des Europarates für die paritätische Doppelresidenz als zu bevorzugende Betreuungsform ausgesprochen.

 


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