Rentenpolitik: FDP mahnt zu Generationengerechtigkeit

duin-renteAndrea Nahles (SPD) hat einen Anstieg des Rentenbeitragssatzes von derzeit 18,7% auf über 22% angekündigt. Damit wird die arbeitende Generation noch weiter belastet. „Der Versuch, Rentenpolitik gegen Adam Riese zu machen, ist erwartungsgemäß gescheitert“ kommentierte FDP-Landeschef Albert Duin. Es könne nicht gut gehen, wenn man Menschen, die immer älter werden, immer früher in Rente schickt.

Auch FDP-Generalsekretär Daniel Föst kritisierte die Rente mit 63: Die Bundesregierung habe „mit Milliarden aus der Rentenkasse Facharbeiter in Frührente geschickt“ und wundere sich jetzt, dass kein Geld mehr da sei. Zudem hätte die Große Koalition teure Wahlgeschenke wie die Mütterrente verteilt, die ebenfalls aus der Rentenkasse finanziert würden. Jetzt fehlten Mittel, um die Altersarmut zu bekämpfen und den Beitragssatz stabil zu halten. 

Die Freien Demokraten wollen das starre System der Rente aufbrechen und dem Einzelnen mehr Wahlfreiheit ermöglichen. So sollen die private und betriebliche Vorsorge gestärkt und das Renteneintrittsalter flexibilisiert werden. Die derzeitigen Regeln würden der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen längst nicht mehr gerecht, heißt es in dem Beschluss „für eine moderne Altersvorsorge“. Deshalb will die FDP individuelle Lösungen für den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand ermöglichen: „Jeder entscheidet selbst, wann er in Rente geht. Wir wollen Älteren mehr Freiräume bei der Lebensgestaltung lassen, ohne jüngere Generationen vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zu überfordern.“ Das Konzept der Freien Demokraten für einen flexiblen Renteneintritt sieht vor, dass alle Versicherten ab dem 60. Lebensjahr frei entscheiden können, ob und wann sie ihre Rente beziehen. Sie können ihre Arbeitszeit bei Bedarf reduzieren und ergänzend einen Teil ihrer Rente beziehen. Die Hinzuverdienstgrenzen neben dem Rentenbezug sollen aufgehoben werden. Damit sich Altersvorsorge für alle lohnt, sollen freiwilliger Altersvorsorgeerträge nicht mehr voll, sondern nur noch teilweise auf die Grundsicherung angerechnet werden. Menschen, die trotz Arbeit und Vorsorge im Alter auf Unterstützung der Grundsicherung angewiesen sind, erhalten so ein höheres Alterseinkommen, als wenn sie gar nicht gearbeitet und vorgesorgt hätten. 

 

LINK: Beschluss „Für eine moderne Altersvorsorge“


Neueste Nachrichten

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Datenschutzhinweise

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close