Öffnungs-Fata-Morgana – Merkel und Söder bieten keine Perspektive

Endlich sollte es ein Ende des Lockdowns geben. Lockerungen, Fortschritte bei der Impfkampagne und mehr Coronatests waren im Vorfeld der Bund-Länder-Runde am 3. März in Aussicht gestellt worden. Das bereits im Vorfeld durchgesickerte Ergebnis sei jedoch ernüchternd und nicht mehr als eine „Öffnungs-Fata Morgana“, urteilte Bayerns FDP-Chef Daniel Föst im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

„Die angekündigten Öffnungen sind angesichts der aktuellen Zahlen de facto kaum zu erreichen. Gleichzeitig sind wir erneut weit hinten dran, beispielsweise bei der angekündigten Teststrategie mit Selbsttests – diese greift erst ab April!“, so die Kritik des Landesvorsitzenden. Die Freien Demokraten forderten hingegen mehr Öffnungsperspektiven. Unter sicheren Bedingungen, unter Anwendung entsprechender Hygienemaßnahmen und mit einer sofort einsetzenden Teststrategie seien mehr Lockerungen möglich, zeigte sich Föst optimistisch.

Ähnlich ernüchtert vom ambitionslosen Vorgehen der MPK zeigte sich der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Martin Hagen. Im Interview mit Bayern 2 stellte er Merkel, Söder und Co. ein verheerendes Zeugnis aus: „Bayerns Schulen müssen endlich Corona-sicher gemacht werden. Es ist aberwitzig, dass man jetzt erst auf die Idee gekommen ist, eine Task-Force zur Beschaffung von Schnelltests einzusetzen. Dies hätte schon vor Wochen geschehen können. Österreich hat diese Schnelltests ja schon längst. Das ist genauso ein Versagen wie bei den Impfungen. Da zeigt die Regierung, dass sie im operativen Geschäft richtig schlecht arbeitet.“

FDP-Bayern-Chef Föst mahnte, dass Corona auch das Vertrauen in die Politik herausfordere, und appellierte an die Regierungen: „Lockerungen sind überfällig und ein wichtiger Schritt zurück in Richtung neue Normalität. Während es für zigtausende Beschäftigte nun wieder eine Perspektive gibt, bangen hunderttausende Menschen immer noch um ihre wirtschaftliche Existenz. Ministerpräsident Söder gefährdet mit seinem Auf-Sicht-Fahren die Akzeptanz der Coronabekämpfung. Er verliert die Menschen im Kampf gegen Corona.“

 


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