Landwirtschaftsforum der FDP Bayern

„Nicht über, sondern mit den Bauern reden.“ Unter diesem Motto hat die FDP Bayern vergangenen Samstag zu ihrem ersten Landwirtschaftsforum im niederbayerischen Eching geladen. Rund 80 Vertreter der Landwirtschaft sind der Einladung gefolgt und haben mit den Freien Demokraten über aktuelle Herausforderungen in der Agrarpolitik diskutiert.

Die deutsche und bayerische Landwirtschaft sind in einer schwierigen Lage. Die Veränderungen des Klimas und die damit verbundenen Extremwetterereignisse haben den Bauern in den letzten Jahren stark zugesetzt. Aber auch das derzeitige politische Klima und die politischen Entscheidungen haben die Situation verschärft. Aus diesem Grund haben sich die Freien Demokraten Bayern dazu entschlossen, aktiv das Gespräch mit den betroffenen Landwirten zu suchen. „Die Politik in Berlin ist oft sehr theoretisch. Wir von der FDP wollen heute die Probleme vor Ort erfahren, direkt aus der Praxis“, so FDP-Bayern-Chef Daniel Föst auf der Veranstaltung.

Neben Föst waren unter anderem die niederbayerische FDP-Bundestagsabgeordnete, Nicole Bauer, der Landessprecher der Bewegung „Land schafft Verbindung“, Sebastian Dickow und der Bezirkspräsident des Bauernverbands Niederbayern, Gerhard Stadler, anwesend. In ihrer Rede ging Bauer vor allem mit der angekündigten „Bauernmilliarde“ hart ins Gericht. Diese sei nicht mehr als „Schweigegeld“ der Bundesregierung und löse kein einziges Problem der Landwirte. „Die Politik muss endlich damit aufhören, die landwirtschaftliche Produktion gegen Natur- und Umweltschutz auszuspielen. Mit Innovationen und moderner Technologie können wir beides in Einklang bringen. Pauschale Verbote bringen uns hier nicht weiter“, so die liberale Agrarpolitikerin. „Anstatt die Existenzgrundlage unserer Bauern zu gefährden, sollte sich die GroKo lieber für einheitliche EU-weite Produktionsstandards und die Entbürokratisierung des Agrarsektors einsetzen.“

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte auch das Thema Nitratmengen im Grundwasser. Die FDP möchte das Messstellennetz auf den Prüfstand stellen und damit die Debatte auf eine wissenschaftlich fundierte Ebene heben. „Zu hohe Nitratmengen im Wasser sind in der Tat ein Problem. Es ist aber nicht die Landwirtschaft alleine, die Nitrat emittiert. Auch die Rolle anderer möglicher Verursacher, wie etwa marode Abwassersysteme, muss untersucht werden“, forderte Bauer.

Wir müssen unseren Landwirten wieder mehr Vertrauen schenken.

Landeschef Föst zeigte sich erfreut über das große Interesse am Landwirtschaftsforum und die Bereitschaft zum offenen Dialog: „Wir müssen unseren Landwirten wieder mehr Vertrauen schenken. Wer unser Land ernährt, verdient Respekt und faire Rahmenbedingungen. Eine seriöse und realitätsnahe Landwirtschaftspolitik kann nicht in den Hinterzimmern der Ministerien gestaltet werden kann. Die von der Agrarpolitik betroffenen Bauern müssen vielmehr rechtzeitig eingebunden werden. Nur so entstehen praxistaugliche Maßnahmen, mit denen alle Seiten leben können“, so Föst abschließend.


(v.l.n.r. FDP-Bürgermeister und Vorsitzender des LFA Landwirtschaft Rainer Erdel; Agrarpolitikerin Nicole Bauer, MdB, FDP-Bayern-Chef Daniel Föst, MdB, Niederbayerns BBV-Präsident Gerhard Stadler, BBV-Kreisbäuerin Paula Hochholzer, Bayerns Landessprecher von „Land schafft Verbindung“ Sebastian Dickow, Vorsitzender der „Heimatlandwirte“ Thomas Weigl)


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