Körber: Abwrackprämie ist kurzfristiges Strohfeuer

Um den Absatz in Zeiten der Corona-Krise anzukurbeln, fordert die Autoindustrie eine Neuauflage der Abwrackprämie. Für Sebastian Körber, Präsidiumsmitglied der FDP Bayern und verkehrspolitischer Sprecher der FDP im Bayerischen Landtag, ein „kurzangelegtes Strohfeuer“. Deutschland als Automobilstandort benötige vielmehr ein langfristiges und technologieoffenes Innovationsprogramm.

Körber verweist auf die niederschmetternde Bilanz der Prämie im Rahmen der Finanzkrise. Die Abwrackprämie habe dazu geführt, dass geplante Autokäufe lediglich vorgezogen wurden. „Sobald die Kaufprämie ausläuft, wird die Nachfrage signifikant einbrechen“, warnt der Verkehrsexperte. Dass sich die „Autoländer“ Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen für eine Wiederauflage der Kaufprämie einsetzen, bezeichnet er als „wirtschaftspolitisches Armutszeugnis“.

Anstatt jede wirtschaftlich angeschlagene Branche mit ineffizienten Einzelsubventionen zu unterstützen, setzt sich die FDP für eine gesamtheitliche Stimulierung der Wirtschaft ein. Um den Konsum branchenübergreifend anzukurbeln, fordern die Freien Demokraten deshalb unter anderem die Abschaffung des Soli und eine Absenkung der Mehrwertsteuer. In Verbindung mit einem langfristigen und technologieoffenen Investitionsprogramm könne man die richtigen Weichen für die Zukunft der deutschen Automobilbranche stellen, so Körber abschließend.


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