Lukas Köhler im Interview: „Klimaschutz und soziale Marktwirtschaft bedingen einander“

Der Weltklimarat IPCC hat kürzlich seinen jüngsten Bericht vorgelegt. Fazit: Der Klimawandel schreitet noch schneller und drastischer voran als bisher angenommen. Im Interview mit dem Magazin „energie + Mittelstand“ spricht FDP-Klimapolitikexperte Dr. Lukas Köhler über dringend benötigte Technologieoffenheit, eine globale CO2-Bepreisung und das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung. „Die Politik muss beim Klimaschutz wieder in die Rolle des Gestalters treten, Innovationen anstoßen und Wohlstand sichern“, so der Generalsekretär.

Das Bundesverfassungsgericht hatte dem Klimaschutzgesetz der amtierenden Bundesregierung eine klare Absage erteilt, die Karlsruher Richter sahen die Rechte und Freiheiten zukünftiger Generationen bedroht. In dem Urteil fänden sich viele kluge Hinweise für eine kluge Klimapolitik, so Köhler: „Beispielsweise betonen die Richter die internationale Dimension des Klimaschutzes. Deshalb muss jede nationale und europäische Klimapolitik international anschlussfähig sein. Der Königsweg für den Klimaschutz wäre ein globaler CO₂-Preis. Am besten durch die Verknüpfung und Erweiterung bestehender Emissionshandelssysteme.“

Dass Deutschland sein marktwirtschaftliches Potential beim Klimaschutz bisher nicht ausschöpfe, sei für ihn eine traurige Verfehlung und verpasste Chance, so Köhler, denn der Staat sei auch hier nicht der am schlausten handelnde Akteur: „Der Klimaschutz leidet hier gewissermaßen unter der Selbstüberschätzung in Parlamenten und Ministerien.“ Dies gelte nicht zuletzt auch für die Klimapolitik der Bundesregierung.

Die Freien Demokraten hingegen setzen auf ein CO2-Limit, einen ausgeweiteten Emissionshandel und die Entwicklung klimafreundlicher Technologien im marktwirtschaftlichen Wettbewerb. So ist für uns Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts gesetzt. Wir wollen im Klimaschutz Vorbild sein und wirtschaftlich erfolgreich bleiben. „Die FDP war schließlich die erste deutsche Partei, die 1971 in den Freiburger Thesen ein umweltpolitisches Programm beschlossen hat, auch damals übrigens schon mit starkem Fokus auf marktwirtschaftliche Mechanismen“, erklärt Köhler, „denn wir wissen: Klimaschutz und Marktwirtschaft können sich nicht nur ergänzen, sie bedingen einander.“

Hier lesen Sie das ganze Interview.


Neueste Nachrichten

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Datenschutzhinweise

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close