Hagen in der BR-Sendung „jetzt red‘ i“ zum Thema „Aufruhr im Inntal – Der Streit um die Brenner-Bahntrasse“: Müssen Wirtschaft und Heimat in Einklang bringen

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Martin Hagen, war am 24. April zu Gast in der BR-Sendung „jetzt red‘ i“. Thema der Sendung: „Aufruhr im Inntal – Der Streit um die Brenner-Bahntrasse. Hagen stand dort besorgten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Er verteidigte das „europäische Jahrhundertprojekt“, zeigte zugleich auch großes Verständnis für die Sorgen und Ängste der Inntalbewohner. Hagen warb eindringlich dafür, Wirtschaft und Heimat in Einklang zu bringen.

Der Brenner Basistunnel erhitzt die Gemüter. 2027 soll er eröffnet werden, die ersten Personen- und Güterzüge durch die Tunnel rollen und so den Verkehr auf den Straßen entlasten. Auf bayerischer Seite müsste dafür der Brenner-Nordzulauf ausgebaut werden – zwei zusätzliche Gleise sind im Gespräch.

Während Befürworter einen Ausbau des Schienennetzes für unabdingbar halten, machen sich Gegner große Sorgen um ihre Heimat. Nicht wenige fragen sich, ob es einen Ausbau überhaupt braucht. In der Sendung „jetzt red‘ i“ des Bayerischen Rundfunks wurde am 24. April in Brannenburg rund um das Thema daher hitzig diskutiert. Mit dabei: Martin Hagen, Fraktionschef der FDP im Bayerischen Landtag.

Hagen sprach sich für das europäische Vorzeigeprojekt aus, ließ dabei die Sorgen der Menschen vor Ort aber nicht außer Acht. Er warnte eindringlich davor, Wirtschaft und Heimat gegeneinander auszuspielen. „Zur Heimat gehören auch Arbeitsplätze und zur Heimat gehört natürlich auch die Wirtschaft“, sagte Hagen. Denn gerade in Zeiten von Brexit und einem drohenden Handelskrieg müsse man darauf achten, wettbewerbsfähig zu bleiben. Wohlstand sei nicht selbstverständlich.

Gerade für den Handel mit Österreich und Italien sei der Brenner Basistunnel wichtig, betonte Hagen. Das sichere den Wohlstand in der Heimat. „Deswegen geht es nicht um Wirtschaft oder Heimat, sondern darum, beides in Einklang zu bringen. Und wer das Inntal kennt, der weiß, warum das Thema die Menschen so sehr bewegt: Weil es ein wunderschönes Fleckchen Erde ist. Deswegen ist es auch richtig, dass man es verteidigt“, so Hagen weiter.

Der FDP-Fraktionschef wies zudem auf die angespannte Verkehrslage im Inntal hin. Blockabfertigungen, kilometerlange Staus quer durch das Inntal belasten Anwohner und Reisende sehr. „Für sie ist es ein Vorteil, wenn es zusätzliche Bahnstrecken gibt und mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene kommt“, sagte Hagen. Dass dies wiederum mit einem höheren Lärmpegel einhergehen kann, ist dem Rosenheimer klar. „Ich wohne selbst am Brenner-Nordzulauf. Die Bahnstrecke ist bei mir quasi vor der Haustür. Wenn ein Güterzug vorbeifährt, vibriert alles.“ Hagen versprach daher, sich für den besten Schallschutz auf Neu- und Bestandsstrecken einzusetzen. Auch eine Untertunnelung sei in Betracht zu ziehen. „Die Tiroler untertunneln 80 Prozent. Warum sollen wir das nicht auch hinbekommen?“

Link zur BR-Sendung „jetzt red‘ i“: https://www.br.de/nachrichten/bayern/jetzt-red-i-streit-um-die-brenner-bahntrasse,ROb90Im


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