Wechsel an Parteispitze: Föst nominiert Hagen als Nachfolger

Nach vierjähriger Amtszeit wird Daniel Föst nicht mehr als Landesvorsitzender der FDP Bayern kandidieren. Nachfolgen soll ihm Martin Hagen, Fraktionschef der Landtags-Liberalen. Den geplanten Wechsel an der Parteispitze haben die beiden Politiker am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet.

„Ich habe acht Jahre an der Spitze der FDP in Bayern gestanden, erst als Generalsekretär, danach als Vorsitzender. Der Landesverband ist so stark und geeint wie nie. Jetzt folgt der logische und konsequente nächste Schritt. Die Landtagswahl 2023 wird eine Richtungsentscheidung. Dann wird sich zeigen, ob auch in Bayern eine Fortschrittsregierung mit starken Freien Demokraten möglich ist. Für diese wichtige Aufgabe kann ich mir niemand besseren vorstellen als Martin Hagen“, begründet der scheidende Bayern-Chef Föst seine Entscheidung. Vollzogen werden soll die Übergabe auf dem kommenden Landesparteitag in Bayreuth. Dort wird sich Hagen den Delegierten zur Wahl stellen.

Hagen bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und zollte Noch-Parteichef Föst Respekt für die Arbeit der vergangenen Jahre. Dieser habe die Partei damals „aus den Trümmern“ aufgebaut und anschließend eine Ära der Partei geprägt, die so erfolgreich war, wie „selten zu zuvor in der Geschichte“. Und in der Tat kann sich die Bilanz sehen lassen: Das historisch zweit- und drittbeste Ergebnis der FDP Bayern bei Bundestagswahlen, der Wiedereinzug in den Bayerischen Landtag 2018, die Stärkung der FDP vor Ort bei der Kommunalwahl 2020. „Wer Daniel Föst nachfolgt, wird ein ganz hervorragend bestelltes Haus übernehmen und ich freue mich, dass er mich für die Nachfolge vorschlägt“, sagte Hagen.

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Oberstes Ziel sei es, Regierungsverantwortung in Bayern zu übernehmen, so Hagen. Zumindest wolle man erstmals seit rund 40 Jahren den direkten Wiedereinzug ins Maximilianeum schaffen und gestärkt aus der Wahl hervorgehen. Gelingen soll das durch eine verstärkte Positionierung der Partei als bürgerlich-liberale Alternative zu CSU und Freien Wählern, die Hagen als „völlig von der Rolle“ bezeichnete. Die Parteichefs Söder und Aiwanger hätten der politischen Kultur im Land „schweren Schaden“ zugefügt, was von den Wählerinnen und Wählern am Wahlabend nicht goutiert worden sei. Den Sondierungsgesprächen im Bund und den kommenden Herausforderungen im Freistaat sieht Hagen optimistisch entgegen: „Die Liberalen werden gebraucht – als Gralshüter wirtschaftlicher Vernunft, als Motor für eine Modernisierung des Staates und als Anwältin der individuellen Freiheit“.

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