Föst fordert Test-Strategie für Schulen

Während sich Deutschland im „Lockdown Light“ befindet, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Sporteinrichtungen geschlossen sind, sollen Kitas und Schulen geöffnet bleiben. Daran will die Staatsregierung grundsätzlich festhalten. Auch die Freien Demokraten begrüßen offene Bildungseinrichtungen, fordern aber stärkere Schutz- und Präventionsmaßnahmen. „Masken und Stoßlüften ist schön und gut – aber nur eine Minimallösung. Wer offene Schulen will, muss für nachhaltige Sicherheit sorgen“, so Bayerns FDP-Chef Daniel Föst.

„Die Schulen sollen geöffnet bleiben – das beteuert Ministerpräsident Söder immer wieder. Das ist richtig so. Nur tut die Staatsregierung seit Monaten nichts dafür, dass die Schüler und Lehrer auch bestmöglich geschützt werden“, moniert der Landeschef weiter. So dauerte es monatelang, bis Lehrkräfte an öffentlichen Schulen mit einem ersten Masken-Set ausgestattet wurden. Ein Trauerspiel. Für die FDP ist jetzt schnelles und umfassendes Handeln das Gebot der Stunde. So fordern die Liberalen eine eigene Test-Strategie für Schulen. Diese soll sich leicht in den Unterricht integrieren lassen und die Reihentestungen von Lehrkräften flankieren. Denn, „je früher Infektionsketten in Schulen unterbrochen werden, umso höher ist die Chance, dass Schulen und Klassen offen bleiben können“, weiß Föst.

Die Staatsregierung könnte dabei sogar auf Best-Practice-Modelle zurückgreifen. Aufgrund der Untätigkeit der Staatsregierung haben private Bildungseinrichtungen bereits eigene Konzepte angestoßen. So hat erst kürzlich eine Bayerische Privatschule in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen ein Zeit und Testkapazitäten schonendes Pilotprojekt erfolgreich umgesetzt. Für Föst ist nun die Staatsregierung, allen voran das Gesundheits- und Kultusministerium, gefordert, eine Test-Strategie für Schulen vorzulegen. „Gute Konzepte dürfen dabei nicht an bürokratischen Auflagen scheitern, wie wir das zuletzt beim Förderprogramm für Raumluftreiniger beobachten mussten.“

Die Freie Demokraten haben zudem weitere Maßnahmen vorgestellt, die bei der Unterbrechung der Infektionsketten in Schulen wirksam sein können. Dazu zählen unter anderem mehr Schutztrennwände und Raumluftreiniger an den Schulen, die Ausstattung von Schülern mit FFP2-Masken, eine engere Taktung und Entlastung des ÖPNV sowie der Einsatz von Distanz- und Wechselunterricht für höhere Jahrgangsstufen. Entscheidend für die erforderliche Flexibilität ist auch eine ausreichende Finanzierung der BayernCloud Schule der dringend erforderlichen Digitalinvestitionen aus dem Corona-Sonderfond. „Für offene Schulen braucht es jetzt beherztes Handeln, bloße Lippenbekenntnisse sind zu wenig“, so Föst abschließend.


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