FDP gegen Zwangsdienst

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat unlängst die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht angeregt. Die Freien Demokraten lehnen dieses Vorhaben entschieden ab. „Statt unverhältnismäßig in die Freiheit junger Menschen einzugreifen, sollte die Union bessere Anreize für den Bundesfreiwilligendienst auf den Weg bringen“, so unser Präsidiumsmitglied und Innenpolitiker Stephan Thomae in einer ersten Reaktion.

„Die CDU greift für die eigene Profilierung tief in die Mottenkiste und bringt ein Relikt aus vergangenen Tagen zum Vorschein, das ein völlig verkehrtes Verständnis des Verhältnisses zwischen Staat und Bürgern offenbart“, verweist Thomae – der auch Fraktions-Vize im Bundestag ist – darauf, dass der Staat dem Bürger zu dienen habe und nicht umgekehrt. Für den Bundestagsabgeordneten sei eine allgemeine Dienstpflicht zudem grundgesetzwidrig.

Dienstpflicht ist wirtschaftspolitischer Unsinn

Thomae kritisiert darüber hinaus die wirtschaftspolitischen Folgen eines Zwangsdienstes: „Wir würden Milliardenbeträge dafür aufbringen, junge Menschen davon abzuhalten, etwa einem Studium oder einem Beruf nachzugehen und auch Steuern zu zahlen. Ineffizienter geht es angesichts des derzeitigen Fachkräftemangels kaum.“ Die Union solle die Finger davon lassen, so der eindringliche Appell des Freien Demokraten.


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