Kinder vor Masern schützen: Kita nur mit Impfpass

Nach Brandenburg will nun auch Nordrhein-Westfalen eine Masern-Impfpflicht für Kita-Kinder einführen. Die Landtags-FDP begrüßt das und fordert: Bayern muss nachziehen. Kinder gehören geschützt!

Masern sind hoch ansteckend, gesundheitsschädigend und potenziell tödlich. Immer wieder kommt es zu Erkrankungen – auch in Bayern. Nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung gab es im Freistaat seit Jahresbeginn bereits 34 Masernfälle.

Eine Impfung kann davor schützen und Leben retten. Um die Verbreitung des Virus zu verhindern, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation eine Impfquote von 95 Prozent nötig. Im Freistaat liegt sie bei der ersten Impfung bei 96,6 Prozent, bei der zweiten bei nur 92,2 Prozent.

Martin Hagen, Fraktionschef der FDP im Landtag, sagte dazu in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk: „Ich bin Vater von zwei Töchtern, für mich geht es bei dem Thema um das Recht von Kindern auf körperliche Unversehrtheit, um den Schutz vor schweren Krankheiten“. Hagen fügte hinzu: „Masern sind eine schwere Krankheit, die immer wieder auch Todesopfer fordert“. Kinder nicht impfen zu lassen, sei daher unverantwortlich. Impfgegner gefährdeten nicht nur die Gesundheit ihrer eigenen Kinder, sondern auch die Dritter – denn Menschen, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können, sind auf den so genannten „Herdenschutz“ angewiesen.

Die Impfquote bei kleinen Kindern muss daher erhöht werden – durch eine Impfpflicht für Kita-Kinder. „Zwar sind die Impfquoten hierzulande im Schnitt hoch, doch die wiederholten Masern-Ausbrüche haben gezeigt, dass es regional gefährliche Impflücken gibt. Diese gilt es zu schließen“, so der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Dr. med. Dominik Spitzer. „Dass Nordrhein-Westfalen dem Beispiel Brandenburgs jetzt folgt und eine Masern-Impfpflicht für Kita-Kinder einführen will, ist daher richtig.“ Wer zaudere, bringe nur Menschen unnötig in Gefahr. „Die Impfpflicht für Kita-Kinder in Bayern muss kommen“, so Spitzer weiter.


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