FDP fordert Öffnungsperspektive für Bars und Kneipen

Seit wenigen Wochen dürfen Teile der bayerischen Gastronomie wieder öffnen. Bars, Kneipen und andere auf den Getränkeausschank ausgerichtete Lokale sind davon aber nach wie vor ausgenommen. „Für diese Unternehmen und zigtausende Beschäftigte, die nicht wissen, wie es mit ihrer beruflichen Existenz weitergeht, ist diese Situation unerträglich“, kritisiert Bayerns FDP-Chef Daniel Föst die Untätigkeit der Staatsregierung.

Nach Monaten des Shutdowns und einer mittlerweile positiven Infektionsentwicklung sei es nun an der Zeit, auch den Betreibern von Bars und Kneiplokalen eine Öffnungsperspektive zu geben, erklärt Föst. Viele Bundesländer haben bereits erste Lockerungsschritte umgesetzt. In Berlin sind Bars mittlerweile wieder geöffnet, auch die überwiegende Mehrzahl der anderen Bundesländer erlaubt Kneipenbesuche unter bestimmten Auflagen.

„Wir brauchen auch in Bayern einen klaren Fahrplan, unter welchen Voraussetzungen unsere Schankwirtschaften und Unterhaltungsgastronomie wieder öffnen dürfen“, so der Appell des Landesvorsitzenden. Die Staatsregierung müsse hier in die Gänge kommen und dürfe diese Perspektive nicht auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ aufschieben.

Gefragt seien, so Föst, kluge Schutz und Hygienekonzepte, um die Unternehmen vor der drohenden Insolvenz zu retten, aber auch dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen: „Einlasslimits, begrenzte Aufenthaltsdauer für Besucher, smarte Abstandsregelungen durch beispielsweise Stehtische – es gäbe viele Möglichkeiten für ein kontrolliertes und behutsames Hochfahren unserer Gastro-Betriebe. Man müsste diese Chancen nur ergreifen.“

Hintergrund: Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurden in Bayern am 21. März Gastronomiebetriebe aufgrund behördlicher Anordnung geschlossen. Andere Bundesländer zogen nach. Aufgrund des rückläufigen Infektionsgeschehens war es im Freistaat am 18. Mai zu einer ersten Lockerung für den Gastro-Außenbereich gekommen, die Öffnung der Innenbereiche folgte eine Woche darauf. Während Biergärten und Speiselokale damit ihren Betrieb wieder teilweise aufnehmen konnten, fehlt diese Perspektive für auf den Getränkeausschank ausgerichtete Lokale bislang. Nicht ohne Folgen. Aufgrund fehlende Einnahmemöglichkeiten und ineffizienter staatlicher Hilfsmaßnahmen mussten bereits viele Gastro-Betriebe für immer ihre Pforten schließen.

Überblick über die Regelungen in den Ländern (Stand: 8. Juni 2020):

Baden-Württemberg: Speiselokale, Kneipen und Bars dürfen öffnen.
Bayern: Restaurants dürfen sowohl die Außenbereiche als auch die Innenräume öffnen. Für Lokale wie Bars, die auf den Getränkeausschank ausgerichtet sind, gibt es noch keine Perspektive.
Berlin: Kneipen und Bars können wieder öffnen, Gäste müssen aber an Tischen Platz nehmen. Restaurants und Gaststätten sind ebenfalls geöffnet.
Brandenburg: Restaurants dürfen öffnen, Bars bleiben geschlossen.
Bremen: Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Es gelten ein Thekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars bleiben weiterhin geschlossen.
Hamburg: Restaurants sind offen, eine Öffnung von Bars wird geprüft.
Hessen: Gaststätten und Bars sind geöffnet, vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen.
Mecklenburg-Vorpommern: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen noch geschlossen bleiben.
Niedersachsen: Restaurants, Cafés und Bars dürfen öffnen, auch in Einkaufszentren kann die Gastronomie wieder Speisen und Getränke anbieten.
Nordrhein-Westfalen: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen meist geschlossen bleiben, entschieden wird im Einzelfall vor Ort.
Rheinland-Pfalz: Gaststätten und Bars dürfen unter Auflagen öffnen. Ab dem 10. Juni werden die erlaubten Öffnungszeiten ausgeweitet – Sperrstunde ist dann 24 Uhr.
Saarland: Restaurants und andere Gaststätten dürfen wieder öffnen. Unter anderem muss das Personal Mundschutz tragen, die Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen.
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Restaurants und Bars dürfen öffnen.
Schleswig-Holstein: Restaurants dürfen bis 23 Uhr öffnen.

Während in anderen Bundesländern Kneipen und Bars unter strengen Auflagen bereits wieder öffnen dürfen, scheitert es in…

Gepostet von FDP Bayern am Sonntag, 7. Juni 2020


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