FDP Bayern beschließt Liberale Pflegeagenda

Die Herausforderungen in der Pflege spitzen sich weiter zu – nicht nur aufgrund der Pandemie. Die FDP Bayern fordert deshalb einen Paradigmenwechsel hin zu einer zukunftsfähigen Pflegepolitik. Hierzu hat der Landesvorstand im Oktober eine „Liberale Pflegeagenda“ beschlossen, mit der die vielschichtigen Probleme in der Pflege aktiv angegangen werden sollen. Neben einer Digitalisierungsoffensive und der Beseitigung des Fachkräftemangels, wollen die Liberalen auch eine stärkere Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen erreichen.

In Deutschland sind immer mehr Menschen auf Pflege angewiesen. Die Zahl der Pflegefachkräfte und die verfügbaren Pflegeplätze können mit diesem Anstieg jedoch nicht mithalten. Ein gesellschaftliches Pulverfass. Die bayerischen Freien Demokraten haben deshalb im vergangenen Monat eine „Liberale Pflegeagenda“ verabschiedet, die an fünf zentralen Punkten ansetzt und konkrete Maßnahmen aufzeigt, wie die Pflege in Bayern und Deutschland für alle Beteiligten besser, belastbarer und zukunftsfähiger gemacht werden kann. Die FDP Bayern fordert:

  1. Eine aktive Bekämpfung des Fachkräftemangels. Verbesserte Arbeitsbedingungen, finanzielle Anreize – unter anderem eine Examinierungsprämie und eine Schulgeldfreiheit für Heil- und Gesundheitsberufe – sowie erleichterte Anerkennungsverfahren von Abschlüssen können zügig die Personaldecke im Pflegebereich stärken.
  2. Weniger Bürokratie – mehr Digitalisierung. So können Prozesse beschleunigt werden. Damit bleibt den Pflegerinnen und Pflegern mehr Zeit für Bedürftige, statt für unnötige Formalitäten. In diesen Bereich zu investieren, wird sich schnell bezahlt machen.
  3. Innovative Wege in der Pflege. Bessere Prävention, Mischformen aus stationärer und ambulanter Pflege und eine stärkere, attraktivere Einbindung von Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe dämpfen den Druck auf das Pflegesystem.
  4. Selbstbestimmung für Pflegebedürftige. Ein liberales Pflegebudget gibt Betroffenen mehr Möglichkeiten ihr Pflegesetting selbst zu bestimmen. Pflegeberatungen und Fachstellen müssen ausgebaut und vernetzt werden – und das bundesweit.
  5. Eine „enkelfitte“ Finanzierung. Es braucht mehr Anreize für betriebliche und private Vorsorge. Um Pflegebedürftige zu entlasten, soll die Pflegeversicherung nicht mehr für versicherunsfremde Leistungen zweckentfremdet werden. Zudem ist es notwendig, Hürden bei der Vermögensbildung azubauen. So kann Sicherheit für pflegebedürftige Menschen geschaffen werden, ohne nachfolgende Generationen zu belasten.

Die gesamte „Liberale Pflegeagenda“ finden Sie unter diesem Link.


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