Charta der Koalition weist Weg für Weiterentwicklung der Landwirtschaft

Am Donnerstag wurde die sogenannte Charta für die Landwirtschaft veröffentlicht. Darin zeichnet die schwarz-gelbe Koalition in Berlin den künftigen Weg für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft in Deutschland. „Wir haben intensiv und hart diskutiert, das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagte FDP-Agrarexperte Rainer Erdel. 

„Unter Beteiligung aller relevanten Akteure und der Öffentlichkeit haben wir als schwarz-gelbe Koalition Zielvorstellungen und Lösungsansätze für nahezu alle großen Themen im Bereich der Landwirtschaft entwickelt“, so der bayerische FDP-Bundestagsabgeordnete Erdel.

Die Charta stelle klar, dass eine ökologisch tragfähige Landwirtschaft, notwendigerweise auch effizient sein muss. Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und der stark ansteigendem Nachfrage nach Pflanzen zur Gewinnung von Bioenergie müsse es darum gehen, die Produktivität der landwirtschaftlichen Flächen weiter zu verbessern. „Es geht darum, mit möglichst wenig Ressourcen, wie Fläche oder Wasser, möglichst viel zu produzieren“, erklärt Erdel.

„Aus Sicht der FDP ist besonders erfreulich, dass wir uns einigen konnten, in den Dialog mit der Bevölkerung über moderne Züchtungsmethoden zu treten. Hier gibt es meiner Einschätzung nach in großen Teilen der Bevölkerung eine irrationale Angst, die zu einer ideologischen Verweigerungshaltung führt. Vor diesem Hintergrund muss man auch den Rückzug der BASF mit ihren Forschungseinrichtungen zur Grünen Gentechnik aus Deutschland sehen. Hier gilt es mit seriöser Informationspolitik gegenzusteuern. Die Charta spricht sich außerdem für eine klare Kennzeichnung aller Lebensmittel aus, bei deren Herstellung gentechnische Methoden zum Einsatz kommen. Dies entspricht einer langjährigen Forderung der FDP“, sagte der liberale Agrarexperte.

Ein weiteres klares Ergebnis sei laut Erdel, dass das Wohlbefinden der Nutztiere in landwirtschaftlichen Betrieben in erster Linie von der Qualität des Managements abhängt – weniger von der Größe des Betriebs. Wirtschaftlich starke, große und sehr große Betriebe mit modernen Ställen seien in der Lage, höchste Anforderungen bei Tierwohlstandards zu erfüllen. Die Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung müsse stärker überwacht und reguliert werden.

„Eine große gemeinsame Herausforderung wird es sein, den Verbrauch landwirtschaftlicher Nutzflächen zu verringern. Insbesondere darf es nicht sein, dass durch den notwendigen Netzausbau im Zuge der Energiewende die Bauern in doppelter Hinsicht belastet werden. Einmal durch den Bau von Leitungen auf ihren Feldern und dann noch einmal durch die Abgabe landwirtschaftlicher Flächen als Ausgleichsflächen dafür. Dieses Thema wird sicherlich auch die Internationale Grüne Woche, die heute in Berlin eröffnet wird, intensiv begleiten“, so der Abgeordnete und Landwirt Erdel aus der Marktgemeinde Dietenhofen.

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