Aufgrund von Sicherheitsstandards, die deutlich über dem bisherigen Niveau liegen, könnten alte Atomkraftwerke noch vor Ablauf ihrer bisher vereinbarten Laufzeit abgeschaltet werden. "Wenn sich der Betrieb einzelner Reaktoren aufgrund der hohen Nachrüstungskosten nicht mehr lohnt, dann gibt es auch keine Pflicht, jeden Reaktor bis zum Ende der Laufzeit zu betreiben", so FDP-Energieexperte Horst Meierhofer. Der Bundestagsabgeordnete erklärte, es müsse auch dann höhere Sicherheitsstandards geben, "wenn das die Gewinne der Betreiber schmälert".
Der Landtagsabgeordnete Tobias Thalhammer schlug vor, das alte Atomkraftwerk Isar 1 vorzeitig abzuschalten und die erlaubte Reststrommenge auf das benachbarte Isar 2 umzuschichten. In Isar 1 weiter zu investieren sei "rückwärtsgewandt". Es sei sinnvoller, das Stromkontingent auf effiziente, sichere und moderne Kraftwerke zu übertragen und diese entsprechend länger am Netz zu lassen, so der Umweltexperte. Hierdurch könnten nicht nur Kosten gespart, sondern auch eine höhere Sicherheit gewährleistet werden.
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