„Er konnte Wunden schlagen, verstand es aber, diese wundersam in seiner Menschlichkeit wieder zu schließen. Er war ein harter Gegner für alle die, die seinem Verständnis von Freiheitsrechten widersprachen, aber vor allem ein Freund von allen, die sich in Bedrängnis befanden“, beschrieb einst der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel seinen Parteikollegen. Thomas Dehler zählte zu Lebzeiten zu den großen liberalen Köpfen Bayerns. Am Mittwoch wurde in Lichtenfels an ihn gedacht.
In Dehlers Geburtstagstadt fanden sich Mitglieder der bayerischen und regionalen FDP zusammen, um auf dem Friedhof Blumengestecke niederzulegen. Darunter die parteilose Bürgermeisterin von Lichtenfels, Bianca Fischer, und Thomas Hacker, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und des FDP-Bezirkverbandes Oberfranken. Thomas Dehler galt als nachdenklicher, phantasievoller Anreger, aber auch als kämpferischer Vollender politischen Geschehens, erinnerte Hacker während der Gedenkfeier.
Ein Vorbild für Demokraten
Der Verstorbene sei aus der liberalen Geschichte Bayerns und der Bundesrepublik nicht mehr wegzudenken, so Hacker. 1897 geboren, trat Dehler bereits in jungen Jahren der Deutschen Demokratischen Partei bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitbegründer der bayerischen FDP, deren Landesvorsitz er von 1946 bis 1956 inne hatte. Seine liberalen Ideen habe er auch auf Bundesebene umgesetzt, als Mitglied des parlamentarischen Rates und in seiner Arbeit als erster Justizminister der Bundesrepublik.
„Seine Beharrlichkeit und Prinzipientreue sind noch heute für jeden Demokraten vorbildlich“, lobte Hacker. Unvergesslich bleibe seine Rede aus dem Jahr 1954 vor dem Landesparteitag der FDP in Nürnberg, in der er mit der Union hart ins Gericht ging. Der einstige FDP-Bundesvorsitzende habe davon geträumt, „dass Bayern einmal wieder so liberal werden möge, wie es war“. Für Hacker habe sich sein Wunsch erfüllt, denn der Freistaat sei liberaler, toleranter und freier geworden – dank der FDP in Regierungsverantwortung.
Das Vermächtnis weitertragen
Initiiert wurde die Gedenkfeier zum 43. Todestag des Liberalen von der Thomas-Dehler-Stiftung. Das liberale Bildungswerk wurde 1979 von der bayerischen FDP und der Friedrich-Naumann-Stiftung gegründet. Heute kooperiert sie mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unter gemeinsamem Außenauftritt. Der anwesende Geschäftsführer der Stiftung, Bodo Wünsch, bekräftigte: „Was Dehler hinterlassen hat, werden wir in seinem Geist und in seinem Auftrag weitertragen.“
In Dehlers Geburtstagstadt fanden sich Mitglieder der bayerischen und regionalen FDP zusammen, um auf dem Friedhof Blumengestecke niederzulegen. Darunter die parteilose Bürgermeisterin von Lichtenfels, Bianca Fischer, und Thomas Hacker, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und des FDP-Bezirkverbandes Oberfranken. Thomas Dehler galt als nachdenklicher, phantasievoller Anreger, aber auch als kämpferischer Vollender politischen Geschehens, erinnerte Hacker während der Gedenkfeier.
Ein Vorbild für Demokraten
Der Verstorbene sei aus der liberalen Geschichte Bayerns und der Bundesrepublik nicht mehr wegzudenken, so Hacker. 1897 geboren, trat Dehler bereits in jungen Jahren der Deutschen Demokratischen Partei bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitbegründer der bayerischen FDP, deren Landesvorsitz er von 1946 bis 1956 inne hatte. Seine liberalen Ideen habe er auch auf Bundesebene umgesetzt, als Mitglied des parlamentarischen Rates und in seiner Arbeit als erster Justizminister der Bundesrepublik.
„Seine Beharrlichkeit und Prinzipientreue sind noch heute für jeden Demokraten vorbildlich“, lobte Hacker. Unvergesslich bleibe seine Rede aus dem Jahr 1954 vor dem Landesparteitag der FDP in Nürnberg, in der er mit der Union hart ins Gericht ging. Der einstige FDP-Bundesvorsitzende habe davon geträumt, „dass Bayern einmal wieder so liberal werden möge, wie es war“. Für Hacker habe sich sein Wunsch erfüllt, denn der Freistaat sei liberaler, toleranter und freier geworden – dank der FDP in Regierungsverantwortung.
Das Vermächtnis weitertragen
Initiiert wurde die Gedenkfeier zum 43. Todestag des Liberalen von der Thomas-Dehler-Stiftung. Das liberale Bildungswerk wurde 1979 von der bayerischen FDP und der Friedrich-Naumann-Stiftung gegründet. Heute kooperiert sie mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unter gemeinsamem Außenauftritt. Der anwesende Geschäftsführer der Stiftung, Bodo Wünsch, bekräftigte: „Was Dehler hinterlassen hat, werden wir in seinem Geist und in seinem Auftrag weitertragen.“
